Cannabis auf Kassenrezept:

Antrag richtig stellen, Widerspruch richtig begründen - wie geht das?

Es ist in jedem Falle erforderlich, einen

vollständigen Antrag

zu stellen, um eine Genehmigung zu erhalten. Am besten geschieht das schon bei der Antragstellung, nicht erst im Widerspruch.

 

Wer die Anforderungen erfüllt, bekommt deswegen nicht unbedingt sofort die Genehmigung, oft steht längst nicht alles im Antrag, was erforderlich wäre.

Ich beschreibe einmal, wie meine Unterstützung aussieht, zuerst etwas zu den Kosten, dann zu dem Aufwand, der tatsächlich so hoch ist, dass ihn ein unterstützender Arzt nicht wirklich leisten kann. Das sind auch für mich viele Stunden Arbeit, die sich aber lohnen, allerdings auch notwendig sind.

 

Wer dabei sagt "ist mir zu teuer, ich mach das erstmal allein, ohne Anwalt", der verzichtet womöglich für einige Zeit freiwillig weiter auf die nötige Medizin. Ob es das wert ist?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, eine faire Vergütungsvereinbarung zu treffen und dann gemeinsam den Antrag auszuarbeiten.

Wenn alles sofort gelingt, dann hat es hinterher etwa 400,00 € gekostet.
Je nach Umfang kann es auch weniger als 400,00 € sein oder - ganz selten - auch mehr. "Dafür hab ich kein Geld" zählt nicht, es gibt immer die Möglichkeit, eine Vereinbarung zu treffen. Ein Widerspruchsverfahren löst Kosten in gleicher Höhe (ca. 400,00 €) aus, die aber von der Krankenkasse übernommen werden müssen, wenn das Widerspruchsverfahren erfolgreich ist. Das bedeutet aber auch, dass es länger dauert. Beratungshilfe wird es bei Erfüllung der Voraussetzungen erst geben, wenn Widerspruch erforderlich ist.

 

Das erste Gespräch ist auch hier immer kostenfrei, dabei wird besprochen, was alles getan werden muss.

 

Wenn die Kasse dann doch nicht mitmacht, und wenn dann doch noch das Widerspruchsverfahren nötig wird, dann ist aber die Arbeit, die ohnehin getan werden muss, schon erledigt. Deshalb wird das Honorar für die Antragstellung erstmal angerechnet, es entstehen also im Widerspruchsverfahren keine neuen Kosten. (Erstattung, wenn ein Rechtsschutzversicherer ab jetzt die Kosten übernimmt.) Es können später normalerweise ja nur noch Ergänzungen nötig werden, je nach Inhalt des MDK-Gutachtens.

 


Egal ob im Widerspruchsverfahren, oder von Anfang an, der Ablauf ist immer gleich, ausgehend von einer rechtzeitigen Beauftragung, also nicht erst dann, wenn die Angelegenheit schon zum Widerspruchsausschuss geht - dann ist es dafür zu spät!  

 

Vorab: wie viel davon nötig ist, richtet sich danach, was schon vorhanden ist.

1) Telefonat mit erster Beratung, Ausloten, wie wahrscheinlich es ist, dass die Anforderungen für die Kostenübernahme erfüllt sind.

2) Übermittlung aller schon vorhandener Unterlagen per Briefpost oder eingescannt als pdf

3) Nächstes Telefonat nach Auswertung, dazu Anleitung dazu, einen eigenen Erfahrungsbericht über den gesamten Krankheitsverlauf zu schreiben – Übermittlung möglichst als Word-Dokument oder sonst odt-Dokument

4) Telefonat mit Klärung der sich daraus ergebenden Fragen, darauf basierend:

a) Ergänzung und Vervollständigung des Berichts und Übermittlung zurück,  mit der Frage, ob es so den eigenen Empfindungen entspricht, gemeinsames daran Arbeiten, bis alles passt. So wird der gesamte Sachverhalt aufbereitet  und später dem Gutachter beim MDK erklärt und beschrieben.

b) Parallel dazu stelle ich die Aspekte zusammen, die in dem ausführlichen Arztbericht des verschreibenden Arztes stehen müssen.  Falls von anderen Ärzten ebenfalls Berichte benötigt werden, gleiches Vorgehen. Das Vorgehen ist hier abhängig davon, wie es dem jeweiligen Arzt am besten nützt. In jedem Fall wird der Arzt dadurch so weit entlastet, dass es für ihn nicht mehr Aufwand als ein etwas zeitaufwändigerer Behandlungstermin wird.

c) Bei Antragsstellung dazu Vorbereitung des Arztfragebogens als pdf

--> Ständige Begleitung, bis alles komplett fertiggestellt ist <--

Sobald alle Berichte vorliegen, kann das eingereicht werden, entweder im Widerspruchsverfahren mit anwaltlicher Vertretung oder bei Erstantrag auch ohne anwaltliche Vertretung mit einem eigenen Anschreiben, ganz nach Wunsch, hängt aber auch davon ab, wie die Kommunikation mit der Krankenkasse bisher gelaufen ist und wie es dem Einzelnen besser gefällt. Alles hat immer Vor- und Nachteile, die besprochen werden müssen.

 

 

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Haftungsausschluss:

 

Bei ärztlichen Behandlungsfehlern müssen im Arzthaftungsrecht medizinische Aspekte rechtlich eingeordnet werden - ein schwieriger Weg, den medizinische Gutachter und Juristen mit dem Patienten gemeinsam gehen müssen. Für den Betroffenen entstehen von Beginn an unzählige Fragen, auf die es hier erste Antworten geben soll.

 

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© Marilla Reich